Beiträge: 1.465
Themen: 2
Thanks Received:
1.724 in 677 posts
Thanks Given: 1.409
Registriert seit: Mar 2024
Bewertung:
13
Moin Dirk,
diese Displayröhren werden meist mit gepulsten Spannungen
angesteuert/betrieben.
Entweder Du hast extrem "schnelle" Rezeptoren in Deinen
Augen oder es gibt Interferenzen mit einer Lichtquelle, die
sich im gleichen Raum mit dem CD-Player befindet.
Auch diese LED-Wohnraumbeleuchtungen werden häufig
mit pulsierenden Gleichpannungen betrieben, afaik.
So ein "Flimmern" dieser Anzeigen ist mir höchstens einmal
bei Videoaufnahmen solcher aufgefallen.
Beiträge: 19
Themen: 4
Thanks Received:
33 in 7 posts
Thanks Given: 26
Registriert seit: Apr 2025
Bewertung:
1
Hi wieder,
wenn das nicht ausführlich ist.
Ein VFD Display funktioniert ähnlich wie eine kleine Elektronenröhre.
Im Inneren gibt es drei wichtige Teile:
Heizfaden - Das ist ein dünner Draht der glüht. Er erzeugt freie Elektronen.
Gitter - Es steuert wohin die Elektronen fliegen dürfen.
Anoden oder Segmente - Sie sind mit Leuchtstoff beschichtet und leuchten wenn Elektronen auftreffen.
Der wichtige Punkt ist der Heizfaden. Dieser Draht liegt quer durch das ganze Display und befindet sich direkt vor den Segmenten. Er wird meist mit Wechselspannung beheizt, nicht mit sauberer Gleichspannung.
Dadurch passiert folgendes:
Der Heizfaden hat entlang seiner Länge kein gleiches elektrisches Potential. In einem Moment ist eine Seite etwas positiver, kurz darauf die andere. Elektronen starten daher nicht überall gleich stark. Die Elektronenwolke im Display verschiebt sich minimal.
Das führt zu: leichter Helligkeitsunterschied entlang der Segmente
fleckigem oder wolkigem Eindruck, scheinbar ungleichmäßiger Ausleuchtung
Jetzt kommt die Ansteuerung dazu. Die Segmente leuchten nicht dauerhaft, sondern werden sehr schnell nacheinander gepulst. Das nennt man Multiplexbetrieb.
Im Gerät überlagern sich mehrere Dinge:
Wechselspannung am Heizfaden
Multiplexfrequenz der Segmentansteuerung
kleine Restwelligkeit der Versorgungsspannung
Trägheit des Leuchtstoffs
Diese Frequenzen beeinflussen sich gegenseitig. Dabei entstehen sogenannte Schwebungen. Diese liegen oft im Bereich von ungefähr einer halben Sekunde.
Das Auge sieht deshalb kein schnelles Flackern, sondern ein langsames, weiches Heller und Dunkler werden. Es wirkt wie ein Atmen oder Pulsieren der Ziffern.
Das ist kein Defekt. Das ist eine physikalische Eigenschaft von VFD Displays. Besonders sichtbar wird es bei:
grossen Ziffern
dunkler Umgebung
frontalem Blickwinkel
Dass mehrere gleiche Geräte das gleiche Verhalten zeigen, ist ein starkes Zeichen dafür, dass alles normal arbeitet. Es ist ein typisches Merkmal dieser Displaytechnik aus dieser Zeit.
Na denn
Gruß
2 Mitglieder sagen Danke an Dirk33 für diesen Beitrag:2 Mitglieder sagen Danke an Dirk33 für diesen Beitrag
• Gorm, Peter R.
Beiträge: 85
Themen: 0
Thanks Received:
15 in 14 posts
Thanks Given: 2
Registriert seit: Dec 2024
Bewertung:
2
Ist zwar schon etwas her ...
1. Die Display-Röhre ist verbraucht
2. Bei einer evtl. DC-betriebenen D.-Röhre kann die Siebung der Heizspannung nicht mehr ausreichend sein (wofür ist C2 zuständig?).
Oftmals wird die Heizspannung aber direkt am Trafo abgenommen und es liegt somit AC an.
3. Ein schlechtes Massepotential. Dazu zählen lockere Verschraubungen oder auch kalte Lötstellen und Oxidationen.