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Kenwood KR 5400 Abgleich Endstufe
#1
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Hallo Leute
Ich habe einen Kenwood Receiver KR-5400 überholt.Baujahr 1975,bei dem die Endstufen Transistoren und so einige andere Bauteile kaputt waren.
Der lag jahrelang in einer Garage rum.Also wollte ich ihm das Leben retten.
Die Mainboard Platine hat die Bezeichnung X07-1280-10.
Ich habe bis auf einige wenige alle Bauteile auf dieser Platine gegen neue ersetzt.Die verbauten Endstufentransistoren auf dem großen Kühlkörper habe ich noch nicht angeschlossen.Die sind:NEC 2SA627/2SD188.Im Schaltplan den ich habe sind keine Informationen zum Abgleich der Endstufen zu finden.Bei anderen Kenwood Receivern aus dieser Zeit,steht was von 50 mV.Die Spannungen sind über die beiden Potis einzustellen.Hat jemand mehr Informationen zu diesem Gerät?
Ich würde gerne vor jedem Kanal ne Sicherung verbauen.Das hab ich mal bei einem Saba Receiver gemacht.Damit diese teuren Transistoren besser geschützt sind, oder hat jemand eine andere Idee?
Hätte da jemand einen anderen Service Manual,wo der Spannungen für den Abgleich beschrieben sind?
Vielen Dank für Eure Hilfe
Gruss
stoor
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#2
Ganz so ohne Angaben lässt Kenwood beim KR-5400 niemanden im Regen stehen.
An Pin 5+6 sollen 180mA fließen, also 90mA je Endstufe. Die Gegenprobe wäre dann an Pin 7+8 mit je 75mA zu messen.
Und genau dort ließen sich auch die von dir gewünschten Sicherungen verbauen: je 3,15AT oder alternativ in den Ausgängen je 2AT.
Zusätzliche Sicherungen sind immer eine gute Idee.
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#3
Vielen Dank für die Antwort.Dann werde ich mal mein Glück versuchen
Gruß stoor
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#4
Kenwood - Bias Current Value Table.pdf
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#5
Hmm ... 30mA lt. Tabelle und 90mA lt. Manual.

Hat mich jetzt mal interessiert.

Erstmal die Endstufe etwas vereinfacht:

[Bild: byC5Tsel.jpeg]

Dann das Modell erstellt:

[Bild: piJ5xnGl.jpeg]

Und geschaut, wie sich der Einstellbereich des Trimmers darstellt:

[Bild: g0PfVhbl.jpeg]

Die Ströme in den Rails (rot +blau) mit der linken Skale und der Emitterstrom (grün) über den Spannungsabfall gemessen, mit der rechten Skale, wobei rechte und linke Skale identisch.

Der Verbrauch der Vorstufe samt der Z-Stabilisierung liegt bei rd. 12mA.
Problem: Zum NTC gibt es keine Angaben, weshalb ich ihn mit 500 Ohm angenommen habe.

Wenn ich keinen groben Fehler gemacht habe, sind die 90mA aus dem Manual realistisch und die 30mA aus der Tabelle bestenfalls bei Rechtsanschlag erreichbar.

Bei mittlerem Trimmer von 500 Ohm, was man ja so konstruktiv anstrebt, komme ich nur dann auf 100mA, wenn der NTC 50 statt 500 Ohm bei 25°C hat. Selbst wenn ich den NTC auf 10R absenke, bekomme ich keinen Bias von 30mA in Mittelstellung hin. Zumindest sind dann die 30mA etwas weiter rechts einstellbar.
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Florida Boy für diesen Beitrag:
  • jagcat
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#6
(13.02.2026, 20:45)Florida Boy schrieb: Hmm ... 30mA lt. Tabelle und 90mA lt. Manual.

Zur Klärung... 

- die 180mA Angabe an Pin 5 und Pin 6 ist der gesamte Strom der in die Endstufe fliesst, ähnliches gilt für die 150mA Angabe an Pin 7 und Pin 8

- die 30mA sind der reine Bias und der ist so zu messen -> Kenwood - Audio Adjustment.pdf
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#7
Ich weiß ziemlich genau, warum in Doren alle 15 Tage nach dem Ruhestrom irgendeines 0815 Verstärkers aus der Woodstock Zeit gefragt wird.

Was ich gerne wissen möchte, ist etwas ganz anderes:
Warum sehnt man sich in der Oldtimerszene so sehr nach einer möglichst "korrektenb" Einstellung ? Ist es die Liebe zum Gerät?
Oder ist es vielleicht das Bestreben nach der bestmöglichen Klangqualität?
Wer hilft mir da mal aus?

Mit 30mA fällt die jährliche Stromrechnung bei täglichem Gedudel etwas kleiner aus, als mit den genannten 90mA, und das Teil witrd dann
auch merklich wärmer.

Möchte man also etwas sparen, sind 30 oder 50mA einzustellen. Möchte man etwas mehr Abwärme, kann man auch die 90mA einstellen.
Soweit ist mir das schon klar, aber was ist da sonst noch zu holen?
Was genau ist da der "Ertag" ?
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#8
(14.02.2026, 12:44)scope schrieb: Ich weiß ziemlich genau, warum in Doren alle 15 Tage nach dem Ruhestrom irgendeines 0815 Verstärkers aus der Woodstock Zeit gefragt wird.

Was genau sind den "Doren" ?

(14.02.2026, 12:44)scope schrieb: Warum sehnt man sich in der Olkdtimerszene so sehr nach einer möglichst "korrektenb" Einstellung ? Ist es die Liebe zum Gerät?

"Olkdtimerszene" komisches Wort.

(14.02.2026, 12:44)scope schrieb: Was genau ist der "Ertag" ?

"Ertag" ... so ein Wort kennt auch kein Mensch.
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#9
Zitat:"Doren"

... sind Foren für Dummies, auch Doren genannt.

Es muss also etwas Phantasie (neu)  Fantasie)  eingebracht werden. Kann doch nicht so schwer sein, oder?

Achso...Was ist denn nun der Ertrag?
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#10
Mit der gleichen Berechtigung kannst du auch nach dem Hintergrund des Bias fragen. Kennt niemand, also klebt es da an den SM-Angaben.
Selbst Versuche, etwas Licht ins Dunkel zu bringen, scheitern so kläglich, wie oben beispielhaft angeführt.
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#11
Vielleicht reden wir aneinander vorbei.
Zwar würde es in der Praxis in diesem Fall niemanden interessieren, wenn gar kein Ruhestrom fließt, oder vielleicht nur 5 mA, aber es ist ja kein
großer Umstand, 20, 30, oder auch 50 mA einzustellen. All diese Werte wären "ganz wunderbar".

Erst 90 mA könnten beim pflichtbewussten Besitzer irgendwann Fragen aufkommen lassen, da das Gerät jetzt so warm wird....
Und das würde dann wieder ein neues Thema generieren:

"Hilfe, Kenwood XYZ100 wird sehr warm"

Nur als Beispiel. Und WER will solche Threads schon? Wink3
Also irgendwas zwischen 20 und 50 mA einstellen...Klingt immer exakt gleich an den 79er Summit Boxen auf dem Wohnzimmerschrank....Versprochen.

Und da der TE den Ruhestrom nicht in Spannungsabfall umrechnen kann, nimmt er den Wert, der oben in einem Dokument verlinkt wurde.
Schwupps....Alles wieder ok....Ganz ohne Simulation oder Tietze Schenk.

Dir Moral von der Geschicht´...nimm 90mA nicht.  LOL

Und ein Leitfaden für den TE:
"Komplett ohne Schimmer, wird so manches  nur noch schlimmer"   

Sollte ´ne Büttenrede werden.  Hi
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#12
Tätää tätää
Im Wald da rauscht a Wasserfall und wenn er nit mehr rauscht, ist dat Wasser all.
Tätää tätää
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#13
Es war einmal ´ne Birne, die wollte nicht mehr brennen,
doch einer war bereit dazu, die Ursache zu nennen.

Mal eifrig simuliert, mit Win und auch mit Dos,
am Ende, keiner glaubt es, war nur ein Drähtchen los.

Jetzt leuchtet alles wieder hell,
wenn auch sehr mühsam, und nicht schnell.

Morgen ist Tulpensonntag! Wink3
[-] 2 Mitglieder sagen Danke an scope für diesen Beitrag:
  • Inquisition, stoor
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#14
Danke!!!!!!
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#15
(14.02.2026, 12:44)scope schrieb: Ich weiß ziemlich genau, warum in Doren alle 15 Tage nach dem Ruhestrom irgendeines 0815 Verstärkers aus der Woodstock Zeit gefragt wird.

Ist das gleiche wie bei einem Oldtimer aus der Woodstock Zeit. Am Vergaser gibt es ein Schräubchen, da kann man die Leerlaufdrehzahl einstellen. Und wenn man die "richtig" eingestellt hat, kann man sich für die gelungene Reparatur auf die Schulter klopfen.
Ruhestrom einstellen zählt ja als ein wichtiger Baustein einer richtigen Revision, neben Birnchen tauschen und putzen UndWeg
Schrift ist geronnene Konvention!

Viele Grüße Norman
Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich
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#16
Genau.
Offset käme noch dazu. Kann man ggf. auch prima dran drehen.
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#17
(Vor 11 Stunden)norman0 schrieb: Ist das gleiche wie bei einem Oldtimer aus der Woodstock Zeit. Am Vergaser gibt es ein Schräubchen, da kann man die Leerlaufdrehzahl einstellen. Und wenn man die "richtig" eingestellt hat, kann man sich für die gelungene Reparatur auf die Schulter klopfen.

Moin, ja, latürnich, aber bitte nicht ohne Service-Manuèl daran herumdrehen!

So ein R4-Motörchen ist schnell überdreht....... poff.
         Gute Grüße, Andreas
         36 Jahre HiFi-Service
               1984 - 2020
              >36000 Reps

Some people like cupcakes better,
    I for one care less for them!
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#18
Nää, so ein R4-Motörchen war zähe. Auf dem Schrott gab es damals einige R4s, die wg. Rost dahingekommen waren - Batterie angeschlossen und Schlüssel gedreht und wrumm.
Das waren Langhuber, die gar nicht schnell drehen wollten und lange Ventilstößel hatten. Ich besaß insgesamt 4 davon.
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